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Was bedeutet Zuzahlung & Belastungsgrenze? – Einfach erklärt

Zuzahlung und Belastungsgrenze verständlich erklärt: Definition, Beispiel und warum sie für deine Gesundheitskosten wichtig sind.

2 min Lesezeit28. Februar 2026FinTri
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Zuzahlung & Belastungsgrenze

Was bedeutet Zuzahlung?

Zuzahlungen sind die gesetzlich vorgeschriebenen Eigenanteile, die du als GKV-Versicherter bei bestimmten Leistungen selbst trägst – zum Beispiel bei Medikamenten, Krankenhausaufenthalten oder Heilmitteln. Die Belastungsgrenze begrenzt, wie viel du pro Jahr insgesamt zuzahlen musst.

Einfach erklärt

Die Krankenkasse zahlt den Großteil – aber einen kleinen Anteil zahlst du selbst dazu. Bei Medikamenten sind das 5–10 € pro Packung, bei Krankenhausaufenthalten 10 € pro Tag (max. 28 Tage). Damit du dadurch nicht überfordert wirst, gibt es eine Obergrenze: Sobald deine Zuzahlungen 2 % deines Bruttojahreseinkommens erreichen, wirst du für den Rest des Jahres befreit. Für chronisch Kranke liegt die Grenze bei nur 1 %.

Beispiel

Ein Angestellter mit 36.000 € brutto im Jahr:

  • Belastungsgrenze (2 %): 720 € pro Jahr
  • Bei chronischer Erkrankung (1 %): nur 360 € pro Jahr

Sobald die Summe aller Zuzahlungen diese Grenze erreicht, stellt die Krankenkasse einen Befreiungsausweis aus. Danach zahlst du für den Rest des Jahres nichts mehr zu – weder für Medikamente noch für Krankenhaustage.

Warum ist das für dich relevant?

Viele Versicherte wissen nicht, dass sie einen Anspruch auf Befreiung haben. Sammle alle Quittungen über Zuzahlungen und reiche sie bei deiner Kasse ein, sobald die Grenze erreicht ist. Besonders für chronisch Kranke kann die 1-%-Regelung mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Welche weiteren Pflichtleistungen dir zustehen und wie sich Kassen bei Extras unterscheiden, erfährst du im GKV-Leitfaden.

Bewahre alle Zuzahlungsbelege auf – auch für rezeptfreie Arzneimittel, die dein Arzt verordnet hat. Du kannst die Befreiung auch rückwirkend für das laufende Jahr beantragen und bereits gezahlte Beträge zurückfordern.