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Was bedeutet Krankengeld? – Einfach erklärt

Krankengeld verständlich erklärt: Definition, Beispiel und warum es für deine finanzielle Absicherung wichtig ist.

2 min Lesezeit28. Februar 2026FinTri
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Krankengeld

Was bedeutet Krankengeld?

Krankengeld ist eine Lohnersatzleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Es wird gezahlt, wenn du länger als sechs Wochen wegen derselben Krankheit arbeitsunfähig bist und dein Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung mehr leistet.

Einfach erklärt

In den ersten sechs Wochen einer Krankschreibung zahlt dein Arbeitgeber weiterhin dein volles Gehalt (Entgeltfortzahlung). Dauert die Krankheit länger, springt die Krankenkasse mit Krankengeld ein. Du bekommst dann 70 % deines Bruttogehalts, aber maximal 90 % deines Nettogehalts. 2026 liegt das Höchstkrankengeld bei rund 135 € pro Kalendertag – also maximal ca. 4.060 € im Monat.

Beispiel

Eine Angestellte mit 3.500 € brutto (ca. 2.300 € netto) wird wegen eines Bandscheibenvorfalls langfristig krankgeschrieben:

  • Woche 1–6: Voller Lohn vom Arbeitgeber = 3.500 € brutto
  • Ab Woche 7: Krankengeld = 70 % von 3.500 € = 2.450 €, aber max. 90 % netto = 2.070 €
  • Einbuße: ca. 230 €/Monat weniger als das Nettogehalt
  • Maximale Dauer: 72 Wochen Krankengeld (plus 6 Wochen Lohnfortzahlung = insgesamt 78 Wochen für dieselbe Krankheit)

Warum ist das für dich relevant?

Krankengeld bietet einen wichtigen Basisschutz, deckt aber nicht dein volles Einkommen ab. Gerade bei langen Krankheiten summiert sich der Unterschied auf tausende Euro. Achte beim Krankenkassenwechsel darauf, dass du während eines laufenden Krankengeldbezugs nicht wechselst – der Anspruch ist an deine aktuelle Kasse gebunden. Selbstständige mit Wahltarif-Krankengeld sollten die 3-jährige Bindungsfrist beachten.

Reiche deine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung immer fristgerecht bei der Krankenkasse ein. Verspätete Meldungen können dazu führen, dass das Krankengeld erst ab dem Meldedatum gezahlt wird – nicht rückwirkend.