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Was bedeutet CO₂-Preis? – Einfach erklärt

CO₂-Preis verständlich erklärt: Definition, Beispiel und warum er für deine Heiz- und Energiekosten wichtig ist.

2 min Lesezeit28. Februar 2026FinTri
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CO₂-Preis

Was bedeutet CO₂-Preis?

Der CO₂-Preis ist eine staatlich festgelegte Abgabe auf den Ausstoß von Kohlendioxid durch fossile Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel. Er soll klimaschädliches Verhalten teurer machen und Anreize für den Umstieg auf erneuerbare Energien schaffen.

Einfach erklärt

Denk an eine Verschmutzungsgebühr: Wer CO₂ verursacht, muss dafür bezahlen. In Deutschland regelt das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) den Preis. 2026 liegt der CO₂-Preis in einem Korridor von 55–65 € pro Tonne. Die Kosten werden von den Energieversorgern an die Verbraucher weitergegeben – du siehst sie also indirekt auf deiner Gas- und Heizölrechnung. Pro Kilowattstunde Erdgas macht der CO₂-Preis je nach Tonne-Preis etwa 1,1–1,3 ct aus (Emissionsfaktor 0,201 kg/kWh), bei Heizöl entsprechend mehr.

Beispiel

Ein Haushalt heizt mit Erdgas und verbraucht 20.000 kWh pro Jahr:

  • CO₂-Aufschlag bei 55 €/t: ca. 220 € pro Jahr (1,1 ct/kWh × 20.000 kWh)
  • CO₂-Aufschlag bei 65 €/t: ca. 261 € pro Jahr (1,3 ct/kWh × 20.000 kWh)
  • Mieter: Der Vermieter trägt je nach Gebäudeeffizienz 0–90 % der CO₂-Kosten (CO₂-Kostenaufteilungsgesetz seit 2023)
  • Zum Vergleich: 2021 lag der CO₂-Preis noch bei 25 €/t – seitdem haben sich die Kosten mehr als verdoppelt

Ab 2027 wird der CO₂-Preis nicht mehr staatlich festgelegt, sondern bildet sich frei am europäischen Emissionsmarkt (EU ETS 2) – Experten rechnen mit weiter steigenden Preisen.

Warum ist das für dich relevant?

Der CO₂-Preis steigt planmäßig weiter und verteuert fossile Heizungen langfristig. Wer heute noch in der Grundversorgung steckt, zahlt doppelt drauf – über hohe Tarife und steigende CO₂-Kosten. Ein Anbieterwechsel senkt zumindest den Tarifanteil. Langfristig lohnt sich der Blick auf energetische Sanierung oder den Umstieg auf Wärmepumpe, um die CO₂-Kosten ganz zu vermeiden.

Als Mieter: Prüfe deine Nebenkostenabrechnung auf den CO₂-Kostenanteil. Je schlechter die Gebäudedämmung, desto mehr muss dein Vermieter übernehmen.